
| Hausstaubmilbenallergene | Schimmelallergene | Katzenallergene |
Um Hausstaubmilben und deren Allergene zu reduzieren sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen:
Semipermeable Matratzen-, Tuchent- und Polsterüberzüge:
Wenn Sie eine Hausstaubmilbenallergie haben, sind solche Überzüge - laut den meisten Allergologen - unbedingt notwendig. Warum? Weil diese luftdichten (aber feuchtigkeitsdurchlässigen!) Überzüge eine komplette Barriere gegen das Hausstaubmilbenallergen (das man in Matratzen, Tuchenten und Pölstern zu Millionen finden kann) darstellen. Ohne diese Überzüge werden die Allergene - während man sich im Schlaf bewegt - aus den Matratzen, Pölstern, etc. heraus direkt eingeatmet. Mit den Überzügen wird dieser Prozeß gestoppt, da die Partikel durch die Überzüge zurückgehalten werden. Mehrere Studien haben gezeigt, daß nur wenige der vielen Überzüge, die mittlerweile angeboten werden, auch tatsächlich allergendicht sind, was die Auswahl maßgeblich erschwert.
Sogenannte "hypoallergene Pölster" (oder auch "Allergikerpölster") müssen trotzdem alle 2 Wochen gewaschen werden; die Bezeichnung deutet nur darauf hin, daß das Material im Inneren der Pölster kaum allergische Reaktionen hervorrufen wird. Dennoch findet man in solchen Pölstern Hausstaubmilben.
Bettzeug, Decken, Leintücher, etc.:
Um Hausstaubmilben und deren Allergene zu entfernen, muß man die Decken, Bettzeug, etc. bloß alle 10 bis 14 Tage in heißem Wasser waschen (60° C oder mehr). Dadurch werden sowohl die Milben - als auch ein Großteil der Allergene vernichtet. Um jedoch der Bildung von Schimmelallergenen vorzubeugen, ist eine sorgfältige Trocknung (i.d.R. mehrere Tage) unbedingt notwendig!
Teppiche und Teppichböden:
Möglichst vermeiden! Es empfehlen sich Fußböden, die regelmäßig gewischt werden können. Für Leute, die dennoch Teppiche oder Teppichböden verwenden, gibt es neuartige Substanzen, mit denen man die Teppiche, etc. regelmäßig behandeln kann. Diese Pulver, Sprays oder Schäume werden auf die Teppiche bzw. Teppichböden aufgetragen und wirken, indem sie die Milben austrocknen oder die Allergene vernichten.
Vorhänge:
Vermeiden Sie schwere Stoffvorhänge und verwenden Sie stattdessen Jalousien oder leichte Gardinen, die häufig gewaschen werden.
Polstermöbel, Tapeten:
Ersetzen Sie Polstermöbel durch Plastik- oder Holzmöbel. Vermeiden Sie Wandteppiche und Stofftapeten.
Luftfeuchtigkeit:
Halten Sie die relative Luftfeuchte bei 40 bis 50%, da sich die Milben ab 60% relativer Luftfeuchtigkeit am besten entwickeln. Benutzen Sie einen Hygrometer zur Kontrolle.
Heizung, Lüftung, Klimaanlage:
Verwenden Sie bei Belüftungssystemen und Gebläsen Filter, die schwebende Allergene filtern. Klimaanlagen können sowohl die Wärme, als auch die - für das Milbenwachstum notwendige - Feuchtigkeit reduzieren. Verwenden Sie Luftentfeuchter zum Reduzieren der Luftfeuchtigkeit.
HEPA Luftreiniger:
Diese Luftreinigungsgeräte sind mit einem HEPA-Filter ausgestattet, der mindestens 99,97% aller Partikel über 0,3 µm - d.h. nahezu alle Hausstaubmilbenallergene - zurückhält. Achten Sie unbedingt darauf, daß das Gerät für Ihre Raumgröße geeignet ist. Hüten Sie sich vor leistungsschwachen HEPA-Geräten! Diese haben nicht genug Kraft, um Luft aus mehr als einem Meter anzusaugen, wodurch der Rest der Luft im Raum ungefiltert bleibt. Das Gerät sollte in der Lage sein, die komplette Raumluft fünf bis sechs mal pro Stunde umzuwälzen.
Staubsauger, Staubwischen:
Verwenden Sie möglichst einen HEPA-Staubsauger, da nur dieser Allergene permanent entfernen kann. Tragen Sie als Allergiker beim Staubwischen bzw. Staubsaugen mit einem herkömmlichen Staubsauger eine Gesichtsmaske mit Allergenfilter.
Vorsicht bei Wasserstaubsaugern: Studien haben gezeigt, daß solche Geräte für die Allergenfilterung ungeeignet sind und die Allergenkonzentration sogar erhöhen! Spezielle Allergenfilter zum Nachrüsten sind sowohl für Wasserstaubsauger, als auch für herkömmliche Staubsauger erhältlich.
Personen mit Schimmelallergie sollten folgendes beachten:
Orte mit hohem Schimmelwachstum:
Möglichst vermeiden. Zu meiden sind daher u.a. Keller, Komposthaufen, Laub, gemähtes Gras, Scheunen, Waldflächen, Gewächshäuser. Wenn sie sich dennoch an solchen Orten aufhalten, sollten Personen mit Schimmelallergie eine Gesichtsmaske tragen, die Sporen abfiltert.
Luftfeuchtigkeit:
Vermeiden Sie hohe Luftfeuchtigkeit und prüfen Sie diese regelmäßig mit einem Hygrometer. Sie sollte um 40% gehalten werden. Entfeuchtet werden kann mittels Klimaanlagen oder Luftentfeuchtern (regelmäßige Reinigung nicht vergessen!) im Sommer, bzw. mittels geringer Luftbefeuchtung und Lüften im Winter. Exzessive Luftfeuchtigkeit, wie sie z.B. beim Kochen oder Duschen entsteht, sollte mit Ventilatoren abgeleitet werden.
Badezimmer, Waschräume:
Überprüfen Sie diese auf Schimmel und Moder und entfernen Sie diese ggf. mit geigneten Chemikalien. Lüften Sie nach dem Duschen, um Feuchtigkeit abzuleiten bzw. verwenden sie einen Ventilator. Keine Teppiche im Badezimmer!
Hauspflanzen:
Diese sind zwar keine Hauptquelle von Schimmelsporen, trotzdem ist es vernünftig sie zu minimieren.
Schlafzimmer:
Vermindern Sie die Staubbelastung; Ein guter HEPA Luftreiniger entfernt Sporen aus der Luft. Vermeiden Sie synthetische Matratzen, Tuchenten und Pölster (etwa aus Schaumgummi); diese schimmeln besonders gerne. Mit Heizkonvektoren können Sie Schimmelsporen zerstören.
Katzenallergen kann durch folgende Maßnahmen reduziert oder vermieden werden:
Lüften Sie Ihren Haushalt!
In dicht isolierten "energiesparenden" Haushalten werden auch die Allergene eingeschlossen. Das Öffnen der Fenster und die Verwendung von Ventilatoren zum Entlüften kann den Luftaustausch erhöhen und dadurch die schwebenden Allergene vermindern.
HEPA-Luftreinigungsgeräte:
HEPA-Luftreinigungsgeräte können schwebende Katzenallergene dauerhaft aus der Luft entfernen; kürzlich durchgeführte Studien zeigten allein bei Verwendung von HEPA-Luftreinigern eine Reduktion schwebender Katzenallergene um bis zu 80% in Haushalten mit Katzen!
Weiche Möbelstücke:
z.B. Teppiche, Sofas oder Matratzen, enthalten Katzenallergene auch noch lange nach dem die Katze aus dem Haushalt entfernt wurde, bzw. nach dem sich die Katze in den betreffenden Räumen nicht mehr aufhält. Um dem Allergen nicht weiterhin ausgesetzt zu sein, ist das Entfernen oder die Behandlung der Teppiche, Sofas, Tuchenten und Matratzen mit speziellen Substanzen ratsam.
Wände:
Katzenallergen findet sich auch auf vertikalen Flächen. Eine Allergensanierung sollte daher auch die Reinigung von Wänden beinhalten.
Halten Sie die Katze außer Haus!
Wenn möglich permanent, oder zumindest zeitweise, oder beschränken Sie die Katze auf bestimmte Bereiche des Haushaltes; Beachten Sie dabei aber, daß die Allergene auch durch Belüftungssysteme verbreitet werden können. Diese Verbreitung kann durch die Verwendung von speziellen Filtern sehr vermindert werden.
Staubsauger:
Da die Katzenallergene meist zurück in die Luft geblasen werden, ist es wichtig, einen Staubsauger mit Allergenfilter zu verwenden. HEPA-Staubsauger sind in der Lage, Allergene permanent zu entfernen, aber auch die Verwendung von Gebläsefiltern, bzw. mehrlagigen Staubsäcken, kann bereits die Filterleistung Ihres herkömmlichen Staubsaugers verbessern. Beim Staubsaugen ist für Allergiker das Tragen einer Maske mit Allergenfilter ratsam.
Waschen Sie die Katze und Ihre Kleidung:
Studien haben gezeigt, daß durch diese Maßnahmen sehr viel Oberflächenallergen entfernt wird.
Möchten Sie unsere Broschüre 'Allergenvermeidung richtig gemacht' mit einer Vielzahl von Tips und bewährten Maßnahmen im PDF-Format (erfordert Acrobat-Reader) downloaden? Dann klicken Sie hier.
Zum Downloaden unseres Ratgebers zum Thema Allergenvermeidung klicken Sie hier.
Zum Downloaden unserer Broschüre "Allergenvermeidung richtig gemacht" klicken Sie hier.
![]() |
![]() |