 |
Wo kommen Allergene her?
Hausstaubmilbenallergene
Im Gegensatz zu normalem Staub, enthält
Hausstaub viele verschiedene Komponenten wie z.B. Hautschuppen von
Tieren, Exkremente von Küchenschaben, Pollen oder verschiedene Arten
von Schimmelsporen, die alle allergische Reaktionen hervorrufen können.
Das wichtigste Allergen im Hausstaub wird allerdings von kleinen
Kreaturen, deren Existenz erst vor 25 Jahren entdeckt wurde,
verursacht: den Hausstaubmilben.
Diese Hausstaubmilben, übrigens mit 8
Beinen (4 Beinpaaren) Verwandte von Spinnen und Zecken, sind für das
freie Auge unsichtbar und haben eine durchschnittliche Länge von 300 µm. |
 |
Durch das Studium der Hausstaubmilbe kamen Wissenschaftler zu dem
Schluß, daß die Hausstaubmilbenallergie nicht durch die Milben selbst,
sondern durch Substanzen, die von der Milbe sekretiert oder
exkrementiert werden, verursacht wird.
 |
|
Im Jahre 1981 entdeckte das Ärzteteam
Tovey, Chapman und Platts-Mills, daß dies eine Substanz in den Fäkalien
der Milbe ist, die allergische Reaktionen auslöst. Jede Milbe
produziert ca. 20 solcher Ausscheidungspartikel pro Tag.
Die Größe dieser Partikel ist vorerst 10 bis 40 µm, später zerfallen
sie allerdings, so daß die meisten, die Allergene enthaltenden
Partikel, im Bereich von 4,1 bis 8 Mikrometer zu finden sind.
Zum Vergleich: ein Haar ist ca. 60 µm dick und somit 10 mal größer. |
Hausstaubmilben benötigen Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit um sich zu vermehren und sind photophob (sie meiden das Licht).
Aufgrund dieser Bedingungen findet man die höchste Anzahl Milben im
Bett, wo sie sich tief in den Matratzen, Pölstern und Tuchenten
aufhalten und sich von kleinen Haut- und Haarschuppen der Menschen -
nachdem diese von Schimmelpilzen angedaut wurden - ernähren. |
 |
 |
|
Von Milben bevorzugt werden weiters Polstermöbel und Vorhänge, sowie
Teppiche und Teppichböden. An allen diesen Orten findet man, obwohl
sich die Exkremente der Milben, durch Luftbewegungen fliegend, im
ganzen Heim verteilen, die höchsten Allergenkonzentrationen.
Übrigens ist es wichtig zu wissen, daß
Hausstaubmilben sehr häufig vorkommen, und nichts mit gutem oder
schlechtem Reinigen zu tun haben! |
Schimmelallergene
Schimmel sind mikroskopisch kleine
Pilze, die - im Gegensatz zu Pflanzen - nicht in der Lage sind ihre
eigene Nahrung aus Sonnenlicht und Luft herzustellen. Sie setzen sich
aus Faserbündeln zusammen und leben auf pflanzlichem oder tierischem
Material, das sie für ihre Ernährung zersetzen.
Schimmel gehört mit zehntausenden von Arten zu den weitverbreitetsten
lebenden Organismen. Ein alltägliches, bekanntes Beispiel ist
Brotschimmel. Einige Arten von Schimmel produzieren Penizillin oder
andere Antibiotika, andere sind für die landwirtschaftliche oder
Nahrungsmittelproduktion notwendig. Wiederum andere erzeugen
hochwirksame Toxine (Gifte) oder sind für verschiedene
Pflanzenkrankheiten verantwortlich.
 |
|
Oft
vermehrt sich Schimmel, indem er Sporen in die Luft abgibt, die sich
dann an organische Stoffe festsetzen und zu neuen Bündeln heranwachsen.
Diese fliegenden Schimmelsporen sind wesentlich zahlreicher als
Pollenstaub, und wenn sie inhaliert werden, können sie allergische
Reaktionen auslösen.
Schimmel kommt fast überall vor und ist
- im Gegensatz zu Pollen - nicht an eine bestimmte Saison gebunden. Das
Schimmelwachstum wird durch Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit gefördert,
weswegen die Sporen in den feuchten Jahreszeiten vorherrschend sind.
Schimmel gibt es innerhalb des Hauses, und außerhalb, sofern kein
Schnee liegt. Sehr häufig kommt Schimmel an schattigen, feuchten Orten
und auf vermodernden Blättern bzw. anderen Pflanzenteilen vor. Viele
Sporen verbreiten sich weit in der Luft und können so ins Haus
eindringen. Andere entstehen bereits zu Hause, an Stellen mit hoher
Luftfeuchtigkeit wie z.B. in Badezimmern oder Kellern. |
Katzenallergene
Katzenallergen, jenes Material, das die
Allergie auf Katzen auslöst, ist nicht das Katzenhaar, sondern ein
Protein, das in den Hautschuppen und im Speichel der Katze vorkommt.
Dieses Allergen schwebt als mikroskopischer Partikel, der, wenn er in
die Nase oder Lunge eingeatmet wird, allergische Symptome hervorrufen
kann.
Obwohl einzelne Katzen mehr oder weniger Allergen produzieren können,
gibt es kein Verhältnis zwischen der Länge der Katzenhaare und der
Allergenproduktion, und es gibt auch keine "allergenfreien" Rassen.
Katzenallergen kommt in den größten Mengen
in Haushalten mit Katzen vor, allerdings findet man es auch in
Haushalten, die niemals eine Katze hatten, oder auch in Büros oder
Ämtern, wo Tiere verboten sind. Katzenallergen ist besonders klebrig
und wird mit der Kleidung befördert. Es ist beinahe unmöglich, nicht
zumindest einer kleinen Menge Katzenallergen ausgesetzt zu sein.
Natürlich wird diese Menge, dort wo Katzen sind, viel größer sein, und
daher auch viel wahrscheinlicher allergische Symptome hervorrufen. |
 |
Da Katzenallergenpartikel besonders
klein sind (ca. 1/10 der Größe des Hausstaubmilbenallergens), bleiben
sie auch besonders lange schwebend in der Luft. Bei Leuten mit
Katzenallergie werden Symptome mit hoher Wahrscheinlichkeit besonders
schnell einsetzen, wenn sie einen Haushalt mit Katzen betreten, weil
sich dort immer schwebendes Katzenallergen in der Luft befindet und
sehr leicht eingeatmet werden kann.
Zahlreiche klinische Studien haben
jedoch gezeigt, daß durch gezielte Maßnahmen die
Allergenkonzentrationen - und gleichzeitig die Symptome der
allergischen Personen - drastisch reduziert werden können.
Zum Downloaden unseres Ratgebers zum Thema Allergenvermeidung klicken Sie hier.
Zum Downloaden unserer Broschüre "Allergenvermeidung richtig gemacht" klicken Sie hier.
|
 |